Runde 21-Liebenau II

SV Justiz : Liebenau II 5:1 (2:1)
1:0 Rüdiger (14. min.)
2:1 Huttmann (37. min.)
3:1 Zeiner (52. min.)
4:1 Zeiner (63. min.)
5:1 Hartmann (75. min.)

2018-21-Liebenau

Vier Siege in Folge, zwei davon gegen Gegner die auch um den zweiten Platz kämpfen und ein Torverhältnis von 25:3. Heute ein Spiel gegen Liebenau II. Bin überzeugt, dass jeder mit einem Sieg von Justiz gerechnet hat. Da aber jedes Spiel mit 0:0 anfängt und im Fußball alles möglich ist, hat Coach Rossi wieder ein Mal die richtigen Worte gefunden, um seine Jungs mit maximaler Konzentration und Ernsthaftigkeit auf den Platz zu schicken.

Ganz klar sagte er seiner Mannschaft, dass Liebenau II trotz des niedrigen Tabellenplatzes nicht zu unterschätzen ist und das es heute eine ganz andere Partie sein wird. In der Kabine herrschte gute Stimmung, welche durch die vom Dj Phil K ausgesuchte Musik noch besser wurde. Letztes Lied vor dem Aufwärmen, bereits zum zweiten Mal eine mit südlichen Klängen... Sirtaki. Vielleicht ein neues Justizlied, welches von den Musikproduzenten Christoph und Dominikus bei der nächsten Weihnachtsfeier neu interpretiert, gesungen und getanzt wird? Wir werden es sehen.
Schon beim Aufwärmen wurde der eine oder andere Spieler von den Zuschauern „umsungen“ und motiviert. Exakt geplantes Aufwärmen, ein paar Schlucke Wasser trinken, Haare richten so wie es die Haarlegende des Vereins Luis Gerald jahrelang vorgelebt hat, Kreis machen und den gut gewählten Worten vom Kapitän zuhören. Ein lautes Justiz und dann mit voller Motivation raus auf den Platz.
Justiz begann wie erwartet mit mehr Ballbesitz und kam auch relativ schnell zu zwei guten Chancen in den ersten Minuten. Die Worte vom Coach waren trotzdem sofort sichtbar. Die junge Mannschaft von Liebenau II stand gut am Platz, bewegte sich in der Defensiven nicht unklug und auch in der Offensiven, vor allem beim Konter, waren sie viel besser als so mancher vielleicht erwartet hätte. Dennoch war Justiz in der ersten Viertelstunde die bessere Mannschaft am Platz und belohnte sich mit einem Tor. Ein „Mini-Enlastungslauf“ im Zentrum vom Franziskus, welcher heute mit einem Zelt auf dem Nummer 9 stand spielen durfte, dann eine Art Pass, welchen der unglaublich laufstarke und bissige Tom dankend zu einem Tor verwandelte. Mehr kann ich zum Tor nicht sagen, denn da habe ich gerade den Kunstrasen gekostet. Eines vielleicht doch noch, Tom weihte die neuen Ballettschuhe vom Franziskus mit einem Kuss auf den rechten Schuh, welcher kurz später den Ball zu Tom schickte. Nur ein Zufall!?
Der Dj hatte heute wieder Doppelfunktion, heute eben als Dj und auch als offensiver Mittelfeldspieler. Philipp K startet gut, verlangte und verteilte viele Bälle. In der Luft war er kaum zu schlagen ob mit Kopf oder Fuß, eine Einlage gefiel dem Schiedsrichter so gut, dass er das Spiel kurz mit einem Pfiff unterbrochen hat, um sich in der Videoanalyse noch ein Mal diese Einlage genauer anzuschauen. Aus irgendeinem Grund stand es dann aber auf ein Mal 1:1 nach einem erfolgreich verwandelten Elfmeter von Kapitän Pascal Gresser. Philipp L, der zuvor schon zwei drei Mal seine Klasse unter Beweis stellte und seinen Kasten sauber halten konnte, wurde dieses Mal bezwungen. In den letzten 270 Spielminuten ist die langjährige Nummer 1 des SVJ, der nach wie vor unglaubliches am Platz zeigt, nur zwei Mal bezwungen worden. Beide Mal war es nur durch einen Elfmeter möglich. Auf jeden Fall waren fast alle waren von dieser Entscheidung des Schiedsrichters überrascht. Die "ehemalige" Justiz Kampfmaschine Luschi, sagte den Elfmeter kann man geben und wenn er das sagt, dann muss was dran sein. Wenn überhaupt die einzige Fehlentscheidung von Schiedsrichter Matej Jakic, der das Spiel sehr gut geleitet hat und eigentlich fehlerlos war. An dieser Stelle auch ein Kompliment an ihn!
Angeblich hat Justiz dann, durch den bayrischen Einmarsch vom Franz in den gegnerischen Strafraum, welcher nur durch ein Foul gestoppt werden konnte, auch einen Elfmeter schießen dürfen. Nachdem es aber kurz später noch immer 1:1 stand gehe ich davon aus, dass ich das nur geträumt habe.
Was sicher nicht geträumt war ist, dass Stjepan Boban innerhalb von 15 Minuten sein zweites hartes Foul begangen hat und seine zweite gelbe Karte kassierte. Marcelo wurde nach einem seitlichen Lauf mit Ball von Links nach Rechts ein wenig außerhalb vom 16er gefoult. Ein Fall für den echten 100er, die Tormaschine mit der Nummer 11, Kapitän Bernhard Huttmann. Ein eleganter, flacher, links bei der Mauer vorbei, ins lange Tormanneck geschossener Freistoss. Torpresso... what else? 2:1 für Justiz und 10 Mann nur mehr bei Liebenau II. Der Weg zum Sieg war geebnet, oder? Vorerst war ein Mal Pause.
Justiz begann die zweite Halbzeit ohne zu Wechseln und wie zu erwarten, waren sie die spielbestimmendere Mannschaft. Dennoch, ungefährlich war Liebenau II mit seinen wahrscheinlich 180 Jahren am Platz - bis vor zwei Jahren konnte diese Zahl alleine durch vier Spieler beim SVJ erreicht werden - überhaupt nicht, ganz im Gegenteil. Vor allem die Nummer 10 Alhasssan Ahmed, für mich der beste Mann von Liebenau II, bewegte sich mit und auch ohne Ball sehr stark und sorgte immer wieder für Unruhe in Richtung Philipp L aka Crabman. Es musste ein Tor her, um das Spiel noch ruhiger zu Ende spielen zu können und natürlich auch für die Fans. Vielleicht weniger als in den letzten Heimspielen, aber ganz bestimmt nicht leiser. Immer wieder wurden die Spieler des heiligen SVJ von den lautstarken Fans motiviert! Danke an dieser Stelle an die Fans und ihr könnt euch gar nicht vorstellen wie viel schöner es zu spielen ist, wenn ihr da seit und die Mannschaft anfeuert.
Die Marcelo Epoche. Ein schneller Einwurf von rechts auf Philipp K, der gefühlvoll dem Marcelo den Ball in den Strafraum spielte und der ehemalige zweitschnellste Spieler des Vereins und Schützling der Eishockeylegende Bernd "Hunter" Jäger zeigte, warum er nach wie vor einer der gefährlichsten Stürmer der Liga und nicht ohne Grund in oberen Ligen sein Talent schon unter Beweis stellen durfte. Ein wenig rechts vom Tormann, irgendwo zwischen Elfmeter und rechter Stange, angenommen und souverän zum 3-1 abgeschlossen.
Knapp zehn Minuten später war es wieder Marcelo, der sich vorbildlich im Strafraum bewegte und sein zweites Tor schoss. Aufgrund eines längeren und ausführlichen Blickes in einen Plastikbecher mit einer gelblichen Flüssigkeit, entging mir der Assistgeber. Bitte um Entschuldigung!  Neuer Spielstand 4-1 für die Männer in den weißen Dressen. Als Belohnung durfte Marcelo sich in der 70 Minuten einen persönlichen Applaus von den Zuschauern holen und auch früher duschen.
The German Connection stand durch diesen Wechsel nun komplett auf dem Platz. Das Nord-Süd-Gefälle war bereit, die sehr gute und jahrelange offensive Arbeit von Trainer Jürgen Rossmann, den Fans und Gegnern zu präsentieren. The German Job: ein sehr schneller und richtig professioneller Angriff. Der Hamburger "Digger" Sven spielte einen steilen flachen Pass nach links in den Lauf des Expresszug aus Thüringen Tom Turbo, welcher ohne lange zu fackeln eine perfekte Flanke flach zum Fünfer spielte und dort kam das BayrischeMeisterWerk mit einer Geschwindigkeit und Dynamik die selbst die M5 Fahrer beneiden würden und sorgte für das 5-1, was auch gleichzeitig der Endstand des Spiels vorbei war.
Im Anschluss gab es wieder musikalische Leckerbissen vom Justiz Dj, live Performance auf der Maultrommel, das eine oder andere Bier, natürlich das Siegerselfie und dem alten Mittelfeldmotor Hirschi zu Ehren, den weltberühmten Justiz Walzer in der Dusche mit ganz viel Fliessen klopfen. Fünf Spiele, fünf Siege, 30:4 Torverhältnis.
Jetzt heisst es zwei Wochen konzentriert und mit Freude trainineren, die Motivation noch mehr wachsen zu lassen, ein paar Kleinigkeiten verfeinern, die Matchpause zum Kräfte tanken nutzen und dann dürfen wir diese Saison hoffentlich noch vier Mal nach einem Spiel den Walzer des heiligen SV Justiz tanzen. 

Ώπα