Runde 19-LUV II

SV Justiz : LUV II 7:1 (6:1)
1:0 Urthaler (10. min)
2:0 Huttmann (15. min)
3:0 Rüdiger (25. min)
4:1 Huttmann (36. min)
5:1 Rüdiger (41. min)
6:1 Rüdiger (41. min)
7:1 Holl (82. min)

2018-19-Liebenau

 

Aufgrund einer noch nie da gewesenen Namens-Verwechslung gibt es für unser wunderbares Spiel vom Freitag gegen Liebenau II, den Spielbericht aus zwei unterschiedlichen Perspektiven: Ein Mal aus Sicht unseres Lieblings-Co-Trainers von der Bank, und ein Mal aus der Sicht unseres Lieblings-Tormanns vom Platz.

So sah unser Lieblings-Co-Trainer das Spiel:

In der 19. Runde der ersten Klasse Mitte A traf der heilige SV Justiz auf die jungen Wilden des LUV Graz II. An und für sich war vor dem Spielbeginn die Favoritenrolle klar verteilt, denn nachdem die letzten Runden äußerst erfolgreich von den Mannen des SV Justiz gestaltet wurden und man sich mitten im Aufstiegskampf befindet, war die Saison der KM II von LUV doch eher überschaubar. Grund genug um solch ein Meisterschaftsspiel auf die leichte Schulter zu nehmen und genau davor warnte der Star-trainer des heiligen SV Justiz in seiner Kabinenansprache. Es sollte von der ersten Minute an klargestellt werden, wer hier die stärkere Mannschaft ist und hochkonzentriert an die Sache „rangegangen“ werden. Und genau diesen Auftrag befolgte die Truppe von Jürgen Rossmann. Die Folge war eine erste Halbzeit für die die Superlativen ausgingen. Wahnsinn, unglaublich, traumhaft waren nur ein paar Ausdrücke, welche von der Tribüne aber auch von der Ersatzbank, zum Auftritt des heiligen SV Justiz, durch die Murauer Arena gerufen wurden. Aber alles der Reihe nach.

Im obligatorischen 4-4-2 System schickte Coach Rossmann die Mannschaft aufs Spielfeld mit der Vorgabe den Ball möglichst gut und schnell in den eigenen Reihen zirkulieren zu lassen und dies gelang von Beginn weg. Wunderschöne Ballstafetten, die an den großen FC Barcelona erinnerten, wurden im wahrsten Sinne zelebriert und daher dauerte es nicht lange bis der Ball zum ersten Mal im Tor des LUV Schlussmanns zappelte. Nach einem wunderbar getreten Eckball des schönsten Spielers am Platz Franziskus „Vasi“ war das Mittelfeldmonster Jörg „the machine“ Urthaler zu stelle und stellte mit dem Spitz des SV Jusitz (man beachte den Reim) in der 10. Minute auf 1:0. Nach diesem Tor merkte man richtig, wie der Hunger nach mehr Toren die Mannschaft beflügelte und so kam es wie es kommen musste. Nicht einmal 5 Minuten nach dem ersten Treffer ging schon wieder ein Jubelschrei durch die Arena. Mit seinem zweiten Assist setzte Vasi unseren Goleator Börni traumhaft in Szene, der alleine vor dem Torhüter leichtes Spiel hatte und zum 2:0 einschob. Doch nun zum wohl schönsten Tor in dieser Saison. Es war die 25. Spielminute als der Geist des FC Barcelona so richtig über der Murauer Arena schwebte. Eine Kombination der Marke Weltklasse führte dazu, dass Tom alias „the hat-trick boy“ leichtes Spiel hatte und zum 3:0 traf. Dieser mitreißende Auftritt des heiligen SV Justiz hatte auch zur Folge, dass auf den Rängen richtig gefeiert wurde und Lieder wie: „Der SV Justiz go marching on“ oder „Hier regiert der SV Justiz“ über den Verbandsplatz geschrien wurden. Die Stimmung kippte auch nicht als die KM II von LUV den Treffer zum 3:1 erzielte, denn nur 6 Minuten nach jenem Anschlusstreffer bekamen die Zuseher den nächste Geniestreich zu sehen. Abermals war es Bernhard „El Capitano“ Huttmann der aus einem Winkel, der so Spitz war wie ein Rasiermesser scharf ist, ins Tor traf. Man muss aber dazu sagen, dass hier auch der gegnerische Torhüter mithalf, denn dieser spekulierte auf einen Stangelpass und machte daher den nicht vorhandenen Winkel auf. Kleine Info am Rande, es war bereits das 23. Saisontor unseres Kapitäns. Nach diesem Treffer kamen die Minuten von Tom Rüdiger. Nachdem es bereits in der 36. Spielminute 4:1 stand, dachte sich nämlich unser „hat-trick boy“, dass er seinem Spitznamen gerecht werden muss und schoss innerhalb von 4 Minuten noch 2 Tore, womit er wieder 3 Tore in diesem Spiel erzielte. Seinem zweiten Treffer ging ein vermeintliches Handspiel voraus, das wie die Hand Gottes kaum zu sehen war. Doch sein dritter Treffer zum 6:1 war wieder wie aus dem Bilderbuch für schöne Tore entnommen worden. Eine Flanke von Franzi konnte Tom mit unglaublichem Willen ins lange Eck köpfeln. Es schlug also wieder die Germany-Conection zu.
Nach diesem Treffer hatte schließlich, der bis dahin gute Schiedsrichter, ein Einsehen und Pfiff beim sage und schreibendem Stand von 6:1 für den heiligen SV Justiz zur Pause.

Nach der Pause verflachte etwas das Spiel auch deshalb, weil die Gangart der Gegner etwas schmutziger wurde und zahlreiche Fouls begangen wurden. Dennoch war das Spiel komplett unter Kontrolle und hatte noch einen Höhepunkt zu bieten. Denn Jürgen „Jogl“ Holl zeigte, dass er nach einer längeren Abstinenz im Justizdress nichts verlernt hatte und nur 4 Minuten nach seiner Einwechslung zum 7:1 traf. Dieses Comebacktor fiel in der 82. Spielminute und fixierte schließlich den Endstand eines bärenstarken Auftrittes des heiligen SV Justiz.

Mit diesem Ergebnis aber auch mit jener Spielweise kann man nun mit Vorfreude und großem Selbstbewusstsein in das Herrgottwiesgassen-Derby nächste Woche gehen.
Es bleibt daher nur mehr eines zu sagen: JUSTIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIZ

Und so sah unser Lieblingstormann das Spiel:

BAMOS Justiz! Spiel. Satz. Und Sieg.

Es war angerichtet. Court 1 war in bester Wimledon Manier bereits Stunden vor dem Betreten der Spieler mit reinstem Gebirgswasser bespritzt worden. Damit war jeder einzelne der 178.500.000 KUNSTvoll gesetzten Grashalme bereit für Großes. Der Gast LUV II, angereist aus dem etwas südlicheren Graz, begrüßten – neben laut(halb)starken Ultras –äußerst sommerliche Temperaturen.

In der Kabine der Heimelf wurde eine leichte anfängliche Nervosität (auch in der Musikauswahl) schnell durch gute Stimmung, begleitet von griechischen Klängen aus der Wurlitzer verdrängt und die positive, teils euphorische Stimmung nahm Überhand.

Nach kurzem Einspielen, startete das Match pünktlich mit Aufschlag LUV II. Nach einem ersten Abtasten und dazugehörenden gemäßigten Ballwechseln konnte der liebe Jörg bereits nach 10 Minuten erstmals seine starkes Stellungsspiel beweisen, er ließ dem Gegner nahe am Netz keine Chance und stellte auf 1:0. Durch die frühe Führung bestärkt und nach mehreren stark gespielten Longline-Bällen, dauerte es gerade einmal fünf weitere Minuten, bis das zweite Spiel durch einen gepflegt gesetzten Topspin von Börni souverän eingetütet wurde. Justiz machte nun das Spiel. Variantenreichtum, konsequente Beinarbeit und kaum ein Eigenfehler drängten den Gegner immer weiter hinter die Grundlinie zurück. Nach 25 Minuten sahen die zahlreich erschienenen Zuseher die wohl schönste Aktion des Spieles. Gefühlvoll und mit ganz wenigen Kontakten, richtete man sich den Gegner optimal her und vollstreckte sehenswert unter tosendem Applaus zur 3:0 Führung. Die Arena kochte! Vielleicht auch geschuldet der starken Anfangsphase, ließ man den Gast in den nächsten Minuten etwas sein eigenes Spiel machen und so passierte es, das LUVII nach einem Rückhandfehler der heimischen Defensive und dem damit hereingehendem Freipunkt, zu seinem ersten Spiel kam. Neuer Stand: 3:1.

Angestachelt von diesem Aufbäumen des zugegeben aufopfernd spielendem Gegners erarbeitete sich Justiz nun immer mehr Vorteile. Schlag auf Schlag folgten gute Möglichkeiten, nach 36 beziehungsweise 41 Minuten wurden diese sodann von Börni und Tom für eine hervorragende Ausgangsposition zuerst zum 4:1 kurz darauf zum 5:1 begnadet stilvoll verwertet. Für den Schlusspunkt, zum 6:1, zeichnete sich noch einmal der liebe Tom verantwortlich, der durch einen gekonnten Retro-Slice ins Eck die Akteure in die wohlverdiente Pause schickte.

6:1!? War die Messe gelesen? Der Drops gelutscht? Die Aus maus? Alle Biere (von Thompsen) getrunken? Sagen wir es so, beide Kontrahenten waren bemüht und zeigten gemessen ihrer jeweils unterschiedlichen Ausgangslage eine gute Leistung. Besonders erfreulich sei dabei erwähnt, dass sich an diesem Abend zwei Rückkehrer wieder einmal ein Stück tiefer in die Herzen der Fans spielen konnten. Der griechische Mythos Franziskus mit einer klasse Leistung auf allen Ebenen und Dimensionen wie auch unser lieber Jogi der außerdem noch architektonisch präzise den Endstand zum 7:1 markierte.

Bald darauf war Schluss und mit den frenetisch jubelnden, obwohl in der zweiten Halbzeit teils knapp an der Dehydrierung vorbeigeschrafften Fans, wurde noch bis spät in die Nacht gefeiert.

Im nächstem Spiel steht nun das Derby gegen Wacker am Programm. Pflichtsieg? K(r)ampfspiel? Kantersieg?... auf der Rennbahn im Poststadion ist alles möglich ... wir werden sehen!