Runde 17-Unterpremstätten

SV Unterpremstätten : SV Justiz 1:2 (1:1)
0:1 Ziegerhofer (11. min.)
1:2 Huttmann (43. min.)

2018-17-Unterpremstaetten

Schön war es (sie) nicht, aber geil!

Dies ist nicht nur das Motto so machen Justizspielers zu später Stunde sondern auch bezeichnend für das Spiel gegen Unterpremstätten II.

Doch der Reihe nach: Gegen die junge Horde aus dem Süden von Graz mussten die Kicker des heiligen SV Justiz an einem ungeliebten Sonntagtermin ran. Zum Glück erfolgte der Ankick mit 17:00 zu einer christlichen Zeit, was so manchen Spieler rettete. Trainerfuchs Rossi stellte seine Jungs schon in der Kabine auf den breiten und schlecht zu bespielbaren Platz ein. Die Taktik war es, als gesamte Mannschaft auf die ballführende Seite zu verschieben, den Platz eng zu machen und über den Kampf und eine kompakte Defensive drei Punkte einzufahren.

Perfekt eingestellt ging es auf das Feld, wo wir uns in den ersten Minuten mit den Platzverhältnissen und den Gegnern, der mit 3 Stürmern agierte, sichtlich schwer taten. Viele Fehlpässe und gefischte Bälle waren die Folge, keine Spur vom gefürchteten Tiktitaka der Justiz-Mannen. Die erste schöne Kombination in der 11. Minute führte zum ersten Treffer für uns: Marcello brachten einen weiten Abschlag mit seiner genialen Ruhe am Ball unter Kontrolle, legte rechts auf Franz ab, dieser brachte das runde Leder mit viel Übersicht in den linken Rückraum auf Martin „Oida“ Ziegerhofer, welcher den Ball eiskalt ins kurze Netz zirkelte. Vielleicht erwachen in Ihm doch noch Torjägerqualitäten. Die Antwort der Unterpremstättner lies nur 3 Minuten auf sich warten: Ein tiefer Pass auf den linken Stürmer welcher nahezu ungestört auf unseren Phil zulaufen konnte und diesen mit einem schönen Heber bezwang. So einfach darf es nicht gehen! In weiterer Folge verebbt das Spiel, Justiz wurde über Konter gefährlich (Marcello allein vor dem Tormann, doch da er vermutete im Abseits gewesen zu sein, vergibt er in bester Fair-Play-Manier), während unsere Gegner vor allem nach Ecken brandgefährlich waren. In der 43 Minute war es dann soweit, Ecke für Unterpremstätten: Wieder können die Angreifer nahezu ungehindert zum Kopfball kommen, der Ball geht zum Glück nur an die Stange und springt Fladl vor die Füße. Der folgende weite Ausputzer (Assist!) geht über Freund und Feind vorbei auf Börni, welcher sich in gewohnter Manier bis zum gegnerischen 16er durchtankt und trocken einnetzt. Mit diesem Stand geht es dann auch in die Pause, wo uns Rossi eintrichtert die Eckbälle durch Manndeckung zu entschärfen und den hohen Ball auf die Stürmer zu bringen. Sie haben richtig gelesen, Rossi animierte uns zum Kick and Rush-Spiel.

In der zweiten Hälfte setzten wir diese Vorgaben nahezu perfekt um, der Gegner konnte nur über hohe Standards gefährlich werden, welche jetzt jedoch besser entschärft wurden. Aus dem Spiel heraus wurden die Gegner konsequent und klug attackiert. Ab der 63. Minute wurde die halbe Verteidigung ausgetauscht, Jules und Fladl mussten verletzt raus, für sie kamen David Mayer und unser Bomber Mario ins Spiel. Marcelo rückte in die ungewohnte Position der Innenverteidigung und Franz zurück auf den Außenverteidiger. Wer jetzt glaubte die Defensive würde schwimmen irrte gewaltig. Als in der 74. Minute auch noch unser schönster Grieche Franziskus sein Comeback gab war klar: Der Gegner hatte keine Chance mehr. Das Spiel war nun von hartem Kampf geprägt, welchen wir gerne annahmen. Man merkte Unterpremstätten wollte zumindest ein X im eigenen Haus erreichen und rannte wieder und wieder auf unsere Defensiv-Mauer an. Doch wir agierten geschlossen auf den Ball, gewannen die meisten Zweikämpfe und wenn eine verloren wurde war sofort der nächste Justizspieler zur Stelle. Offensiv war es für die Zuseher sicher kein Leckerbissen, vor allem weil die Konterchancen allein vor dem gegnerischen Tormann (Mario …. 2x) nicht genutzt wurden. Gü schrieb sich (schon leicht betrunken) von der Tribüne mit „A echter Schweinskick!“ den Frust von der Seele. Der Schlusspfiff beendete die heroische Abwehrschlacht des heiligen SV Justiz und ein ausgeglichenes Spiel welches über den Kampf und harten körperlichen Einsatz gewonnen wurde. Da schmutzige Siege die schönsten sind verwundert es nicht, dass in der Kabine die Siegeshymne an diesem wunderschönen Frühlingsabend besonders laut ertönte.