Runde 23-Seiersberg

Seiersberg : SV Justiz 3:3 (1:0)
3:1 Weinhandl (60. min.)
3:2 Zeiner (66. min.)
3:3 Huttmann (77. min.)

2018- Spielbericht

Das absolute Schlagerspiel der 23. Runde fand an diesem Spieltag in der nahezu ausverkauften Seiersberg-Arena statt. Der Tabellen-5. Forderte den Tabellen-4. zum Tanz auf. Aber auch die letzten direkten Partien gegeneinander (man wird unweigerlich an das Wahnsinnsspiel vom 13.10.2017 erinnert – Stichwort „Svensationell“), ließen auf ein spielerisches Feuerwerk beider Mannschaften hoffen.

Der Beginn einer ansehnlichen ersten Halbzeit verlief zunächst ausgeglichen, wobei die Seiersberger im Spiel nach vorne vielleicht etwas konsequenter die Abschlüsse suchten. So waren es auch die Hausherren, die die ersten nennenswerten Aktionen für sich verbuchen konnten. War es nach ca. einer viertel Stunde noch der Videobeweis, die den SV Justiz nach einem Gerangel im Strafraum und dem vermeintlichen Führungstreffer für Seiersberg vor dem Rückstand bewahrte, so konnten die Gastgeber schließlich in der 23. Minute das Runde über die Linie bugsieren. Darauf folgte bis zum Pausenpfiff ein Spielverlauf mit Chancen hüben wie drüben.
Die ersten Minuten der zweiten Halbzeit fallen aus Justizler-Sicht eher in die Kategorie „vergessenswert“, musste man früh zwei weitere Gegentreffer hinnehmen. Dass nicht noch mehr Seiersberg-Tore fielen, ist zweimal dem Aluminium aber auch dem an diesem Tag glänzend aufspielenden Phil im Kasten der Justizler zu verdanken. Bis dahin war die Justiz-Elf die zweite Halbzeit betreffend eigentlich abgemeldet. Scheinbar nichts blieb von der kämpferisch wie läuferisch gutej Leistung in der ersten Hälfte übrig. Bezeichnenderweise bedurfte es einer Einzelleistung unseres Marcelo: Dessen Sololauf konnte im gegnerischen 16er nur mehr mittels unerlaubter Mittel gestoppt werden. Den anschließenden Elfer exekutierte Inspektor Weinhandl relativ humorlos zum 1:3 Anschlusstreffer. 6 Minuten später war es wieder Zeiner, der sich in die Notizbücher der anwesenden Scouts zu schreiben wusste. Aus ca. 25m verwertete er einen Freistoß, nicht scharf aber mit uhrwerklicher Präzision, unhaltbar für den heimischen Goalie. Das Momentum kippte nun komplett zu Gunsten des SVJ, und in der 77. Minute war es unser Captain, der das Ergebnis egalisierte. Ein weiterer Torjubel blieb aufgrund einer fehlerhaften Abseitseintscheidung des eher mäßig agierenden Schiedsrichters im Halse stecken. Dann wiederrum fehlte in einer Situation alleine vor dem Tormann stehend die letzte Konsequenz im Abschluss. Aber auch Seiersberg fand durchaus noch Möglichkeiten vor, das Heft wieder in die Hand zu nehmen.
Nach 90 Minuten war dann für beide Mannschaften auch wieder Schicht im Schacht. Das Unentschieden in einer vor allem von Seiersberg fair geführten Partie fiel vor allem aufgrund der wiedergefundenen Tugenden Kampf und Laufbereitschaft leistungsgerecht aus. Das Comeback nach einem 0:3 Rückstand reiht sich somit in die lange Historie legendärer Duelle zwischen den ewigen Rivalen Seiersberg und Justiz.